Lebe lieber Yoga 
Gib den Dingen den Raum so zu sein, wie sie sind.


Die Glücksbohnen

Es war einmal ein Bauer, der steckte jeden Morgen eine Handvoll Bohnen in seine linke Hosentasche.

Immer, wenn er während des Tages etwas Schönes erlebte, wenn ihm etwas Freude bereitete,
er einen Glücksmoment empfunden hatte – etwas, wofür er dankbar war –
nahm er eine Bohne aus der linken Hosentasche und gab sie in die rechte.

Am Anfang kam das nicht häufig vor.
Aber von Tag zu Tag wurden es mehr Bohnen, die von der linken in die rechte Hosentasche wanderten.

Der Duft der frischen Morgenluft, der Gesang der Amsel auf dem Dachfirst, das Lachen seiner Kinder,
das nette Gespräch mit einem Nachbarn – immer dann kam eine Bohne von der linken auf die rechte Seite.

Bevor er am Abend zu Bett ging, betrachtete er die Bohnen in seiner rechten Hosentasche.
Bei jeder Bohne konnte er sich an ein schönes Erlebnis erinnern.

Dann schlief er zufrieden und glücklich ein – auch an den Tagen,
an denen er nur eine einzige Bohne in seiner rechten Hosentasche fand.

 

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